In der KLINIK BAVARIA Kreischa verbinden sich langjährige Erfahrung und modernste Technik. Unsere gerätegestützten Therapien – von VR-Anwendungen über dynamische Bewegungsgeräte bis hin zu innovativen musiktherapeutischen Elementen – unterstützen Patientinnen und Patienten individuell in der Rehabilitation und intensivmedizinischen Behandlung. Erfahren Sie, wie unsere technischen Ansätze zur Wiederherstellung von Mobilität, Balance und Lebensqualität beitragen.

Was viele von Euch wohl eher im Zusammenhang mit Gaming und Freizeit kennen, wird bei uns auch zu Therapiezwecken eingesetzt. Für unsere Patientinnen und Patienten mit sensomotorischen, kognitiven und perzeptiven Beeinträchtigungen bieten wir Therapien mit einer VR-Brille an.

Das Ganze funktioniert wie folgt: Die Patientin oder der Patienten sieht durch die Brille eine virtuelle Realität. Die behandelnde Therapeutin oder der Therapeut stellen je nach Therapieziel einen der über 50 verschiedenen Spielmodi ein. Ganz ohne Controller kann die Patientin oder der Patienten anschließend das Spiel steuern. Zu den Spielen zählt beispielsweise das Pflücken von Früchten, das Steuern eines Drachen oder die Möglichkeit durch verschiedene Handbewegungen Musik zu machen. Der behandelnde Mitarbeitende kann über das Tablett die Bewegungen und Haltung der Patientin oder des Patienten kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.

Die Kombination aus spielerischen Elementen und virtueller Realität fördert die Motivation der Patientinnen und Patienten, sodass Muskelkraft und Tonus durch neuroplastische Veränderungen verbessert werden. Außerdem kann die selektive Aufmerksamkeit auf das Spiel und die damit einhergehende Neuroregulation dafür sorgen, dass Schmerzen der Patientin oder des Patienten reduziert werden.

In der Vorstellung der diversen Therapiegeräte in unserer Klinik möchten wir Euch den Spacecurl präsentieren. Nein, dieses Gerät gehört nicht zur Ausbildung für angehende Astronautinnen und Astronauten, auch wenn der Name darauf schließen lassen könnte. Eigentlich handelt es sich dabei um ein dreidimensionales Therapiesystem.

Wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt, besteht der Spacecurl aus drei miteinander verbundenen Ringen. Sobald sich der oder die Patientin in der Mitte des Geräts bewegt, sorgen die unterschiedlichen Ringe für eine Bewegungsreaktion des Geräts.

Die Ringe können dabei einzeln gelöst oder festgestellt werden. Je nachdem welche Ringe freigegeben sind, kann sich der oder die Patientin entweder nach links und rechts, oben und unten, vorwärts und rückwärts oder in alle Richtungen bewegen. Unter Anleitung unserer Therapeutinnen und Therapeuten lösen die Patientinnen und Patienten im Gerät bestimmte Bewegungsaufgaben durch gezielte Körper- und Muskeleinsätze. Damit wird sowohl die Rumpfmuskulatur und die Körperhaltung verbessert. Gleichzeitig unterstützt das Gerät und die Therapie damit auch den statischen Gleichgewichtssinn, die dynamische Stabilität sowie die Reaktionsfähigkeit des Patienten.

Genutzt wird der SpaceCurl beispielsweise bei Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall oder mit Querschnittlähmung, Multipler Sklerose oder Parkinson.

Wenn Ihr Euch unseren Beitrag ganz genau anseht, erkennt Ihr, dass wir Euch heute nicht einfach nur einen Rollstuhl als Therapiegerät vorstellen wollen. Auf dem Rollstuhl ist eine Sitzdruckmatte ausgebreitet.

Wie der Name vermuten lässt, wird mithilfe der Matte die Gewichtsverteilung beim Sitzen gemessen. Auf dem angeschlossenen Computer kann die Therapeutin oder der Therapeut nachvollziehen, ob die Person auf der Sitzdruckmatte den Druck beim Sitzen gleichmäßig verteilt oder punktuelle Spitzen entstehen.

Dank der gewonnenen Erkenntnisse wird Druckstellen so vorgebeugt, indem die Betroffenen beispielsweise ein besonderes Kissen für den Rollstuhl bekommen. Das ist vor allem relevant für Patientinnen und Patienten, die selbst nicht spüren, dass sie keine gleichmäßige Gewichtsverteilung haben. Ein klassisches Beispiel dafür sind Querschnittpatientinnen und -patienten. Genutzt wird die Sitzdruckmatte aber auch bei allen anderen Rollstuhl-Patientinnen und –Patienten, bei welchen eine Dekubitusproblematik vorhanden sind oder Sitzlimitierungen und Hilfsmittelversorgungen abgeklärt werden müssen.

Der Fokus soll hier ganz auf dem Thema der Gangrehabilitation liegen. Unser Gangtrainer stellt dabei ein wichtiges Therapiemittel dar.

Unsere Mitarbeitenden nutzen das Therapiegerät bei Patientinnen und Patienten, die nicht selbstständig steh- und gehfähig sind, aber über ausreichende Aufmerksamkeit, Kopfkontrolle und Belastbarkeit verfügen.

Der Gangtrainer kann durch die Adaption der Schrittlänge und Regulierung der Gewichtsentlastung individuell auf jede Patientin und jeden Patienten eingestellt werden. Ziel ist, die Gehfähigkeit durch eine hohe Schrittwiederholungszahl zu erreichen.

Auf dem installierten Bildschirm, welcher sich vor dem Gerät befindet, bekommen die Patientinnen und Patienten ein Feedback zur Therapieeinheit. So sehen sie beispielsweise, wie die Gewichtsverteilung bei der Bewegung auf beiden Füßen und Fußteilen ist. Angezeigt wird zudem, wie viel Eigenaktivität die Patientin oder der Patient aufbringt oder wie intensiv das Gerät diese bei der Bewegung unterstützt. Ganz klassisch wird ebenfalls die Schrittanzahl abgebildet.

Das präsentierte Therapiegerät unterstützt ebenfalls bei der Mobilisation von Patientinnen und Patienten. Es eignet sich besonders für schwergewichtige Personen, die aufgrund ihres Körpergewichtes und des damit verbundenen erhöhten Sturzrisikos eine besondere Sicherung benötigen. Die Rede ist vom sogenannten LiteGait.

Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt, wird der oder die Patientin mittels eines Gurtsystems gesichert. Dank unterschiedlicher Einstellungen ist eine individuelle Gewichtsverteilung und -entlastung des Patienten bis hin zu einer vollen Gewichtsübernahme möglich. Da das Gerät nicht örtlich fixiert ist, sondern mobil konstruiert wurde, ist es auch nahezu überall einsetzbar. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten unterstützen die Patientin oder den Patienten manuell bei der Durchführung von Steh- und Gehübungen.

Bei der Musiktherapie handelt es sich im Allgemeinen um den gezielten Einsatz von Musik. Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung der seelischen, körperlichen sowie geistigen Gesundheit der Patientinnen und Patienten. Die Besonderheit der Musiktherapie besteht darin, den Menschen im Hier und Jetzt aufzunehmen und ihn auf seinem Weg zu begleiten und zu unterstützen. Angewendet wird sie deshalb sowohl in der Psychosomatik, der neurologischen Rehabilitation, der Onkologie als auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, um hier nur einige Beispiele zu nennen. In Deutschland präsentiert sich die Musiktherapie als Vereinigung (DmtG), die aus mehreren Vereinen besteht und im Internet vertreten ist.

Ein wichtiges Therapieinstrument sind die Klangschalen, die es in verschiedenen Formen und Größen gibt. Durch das Anschlagen oder Reiben der Klangschalen entstehen die charakteristischen Töne.

Je nach Therapieziel werden die Klangschalen zu Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen, zu musiktherapeutischen Improvisationen oder zu vibroakustischen Stimulationen der Patientinnen und Patienten genutzt. Konkrete Beispiele dafür sind unter anderem Klangmassagen, Klangreisen oder Achtsamkeitsübungen. Vor der jeweiligen Behandlung wird zudem jede mögliche Kontraindikation berücksichtigt.

Ein weiteres sehr wichtiges Therapiegerät in der Reihe der Gangunterstützung möchten wir euch in diesem Beitrag näherbringen. Neben dem Gangtrainer nutzen unsere Therapeutinnen und Therapeuten auch das hier abgebildete Laufband.

Es eignet sich zur Therapie bereits gehfähiger Patientinnen und Patienten und wird unter anderem auch als Steigerung zum Gangtrainer genutzt, da die Betroffenen hier schon selbständig Schritte setzen können. Ziel der Therapie sind die Verbesserung der Gehfähigkeit, die Steigerung der Gangsicherheit und –ausdauer sowie die Reduktion des Sturzrisikos.

Das integrierte Gurtsystem ermöglicht ein sicheres Handling während des Trainings und kann zusätzlich auch zur Entlastung des Körpergewichtes in den Anfängen der Laufbandtherapie genutzt werden. Je nach individuellem Leistungsstand der Patientinnen und Patienten werden im Therapieverlauf die Geschwindigkeit und die Steigung des Laufbandes angepasst.
 

Wisst ihr welches Instrument ursprünglich aus einem getrockneten Kürbis hergestellt wurde?

Es ist die Cabasa. Deshalb ähnelt der Holzkörper auch heute immer noch einem Kürbis. Um den Korpus ist ein Netz aus Perlen gespannt. Gespielt wird das sogenannte „Reibinstrument“ durch einfache Dreh- und Reibebewegungen, das Schütteln oder durch das Aufschlagen mit einer Handfläche auf die Öffnung.

Die Anwendung in der Musiktherapie gestaltet sich vielfältig. Zum einen spielt die Cabasa immer wieder eine Rolle in der aktiven Musiktherapie. Patientinnen und Patienten können sich das Instrument in einer Improvisation aussuchen und ihm einen selbstgewählten symbolischen Charakter zuordnen. Dies geschieht zum Beispiel bei Patientinnen und Patienten in der Psychosomatik mit Krankheitsbildern wie Persönlichkeitsstörungen, Anpassungsstörungen, Neurasthenie oder mittelgradige depressive Episode.

Zum anderen wird die Cabasa auch in der rezeptiven Musiktherapie als Bestandteil von Klangreisen oder Hörübungen genutzt.

Unseren vorerst letzten Beitrag rund um die Musiktherapie möchten wir dem Monochord widmen. Wie der Name vermuten lässt, sind alle Saiten des Instrumentes auf einen einzigen Ton oder auf eine „Tambura-Stimmung“ mit drei unterschiedlichen Tonhöhen gestimmt. So entsteht im Vergleich zu anderen Instrumenten ein besonders harmonischer Ton.

Eingesetzt wird das Monochord daher vor allem bei Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen. Studien haben gezeigt, dass sich der harmonische Klang des Monochords positiv auf die Hirnaktivität der Patientinnen und Patienten auswirken kann und so zur Entspannung und Stressreduktion beiträgt. Daher wird das Instrument zum Beispiel bei Patientinnen und Patienten mit Angststörungen, chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen oder Demenz genutzt.

Der oder die Therapeutin spielt das Instrument entweder neben den Patientinnen und Patienten an. Möglich ist hingegen auch, das Instrument auf dem Rücken, dem Bauch, den Armen oder Beinen des zu Behandelnden zu platzieren und dort zu spielen. So übertragen sich die Schwingungen durch das Instrument auf den Körper der Patientin oder des Patienten.

Was erwartet Dich bei uns?

Um auch künftig allen Patientinnen und Patienten der KLINIK BAVARIA Kreischa die optimale medizinische Versorgung zuteilwerden zu lassen, braucht es DICH! Jeden Tag tragen zahlreiche Mitarbeitende aus verschiedenen Berufsgruppen zum Genesungserfolg unserer Patientinnen und Patienten bei. Ihre Hingabe und ihr Engagement sind der Schlüssel zum Erfolg. Jeder Einzelne, unabhängig von Position oder Fachrichtung, bringt dabei wertvolle Perspektiven und Fähigkeiten ein.

Ob Quereinstieg oder fachlich ausgebildet - wir bieten vielfältige Chancen und fördern individuelle Talente, um gemeinsam das Beste für unsere Patientinnen und Patienten zu erreichen. Werde auch Du Teil unseres Teams und gestalte mit uns die Zukunft der Gesundheitsversorgung.

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